Voice-to-CV
Der Bewerber spricht zwei Minuten in seiner Sprache. Zurück kommt ein strukturierter, an Europass ausgerichteter Lebenslauf, mit Kompetenzen nach dem europäischen ESCO-Standard. Kein Formular, keine App.
Das Formular ist die Hürde
Ein Bewerbungsformular verlangt Schreiben: in der Landessprache, in ein Textfeld, auf einem Telefon. Für einen rumänischen Maurer, für einen Lageristen nach der Spätschicht, für jemanden, der die Sprache gut spricht und schlecht schreibt, ist genau dieses leere Feld der Punkt, an dem die Bewerbung endet. Nicht weil die Person ungeeignet wäre, sondern weil der Kanal nicht ihrer ist.
Sprechen hat diese Hürde nicht. Es ist das, was ohnehin täglich im Chat passiert, und verlangt weder Tastatur noch Rechtschreibung.
So funktioniert es, Schritt für Schritt
Von der Sprachnachricht zum vergleichbaren Profil: fünf Schritte, keiner davon beim Recruiter.
Der Bewerber öffnet den Chat
WhatsApp, Telegram oder Instagram. Keine App, kein Konto, kein Passwort: er nutzt, was ohnehin auf dem Telefon ist.
Er spricht in seiner Sprache
Er nimmt eine Sprachnachricht auf wie für einen Freund. Er muss nicht angeben, welche Sprache er spricht: das System erkennt sie am Ton.
Der Assistent baut das Profil auf
Aus dem Transkript entstehen Berufserfahrung, Ausbildung, Sprachkenntnisse, Führerscheine und Verfügbarkeit, nachgefragt wird nur, was fehlt.
Die Kompetenzen landen auf ESCO
Berufe und Kompetenzen werden an die europäische Klassifikation gehängt, mit der Unterscheidung zwischen wesentlichen und optionalen Kompetenzen der Rolle.
Der Recruiter erhält Lebenslauf und Score
Ein Lebenslauf im Europass-Aufbau und ein Match-Score, aufgeschlüsselt nach seinen Komponenten, keine Zahl auf Treu und Glauben.
Warum ESCO das Ergebnis verändert
Hier liegt der Unterschied zwischen einem Lebenslauf und einem brauchbaren Datensatz. Freitext lässt sich lesen, aber nicht durchsuchen und nicht vergleichen: «Maurer», «Bauarbeiter» und «Fachkraft Mauerwerksbau» sind für eine Datenbank drei Zeichenketten und für einen Menschen derselbe Beruf.
ESCO ist die europäische Klassifikation der Berufe und Kompetenzen. Cumino nutzt sie als importierten Datensatz, nicht als Etikett: jeder Beruf trägt seinen Code, seine ISCO-Gruppe, alternative Bezeichnungen in mehreren Sprachen und die Kompetenzliste der Rolle, getrennt nach wesentlich und optional.
Was sich in der Praxis ändert
- Kompetenzen werden zwischen Bewerbern vergleichbar, statt Zeichenketten zum Einzellesen zu bleiben
- Die Suche findet über den Beruf, nicht über das zufällig gewählte Wort des Bewerbers
- Die Bezeichnungen sind mehrsprachig: wer seine Arbeit auf Arabisch geschildert hat, bleibt auf Italienisch auffindbar
- Die Verbindung Beruf-Kompetenz trennt, was die Rolle wirklich verlangt, von dem, was ein Plus ist
Der Lebenslauf, der beim Recruiter ankommt
Kein aufgeräumtes Transkript, sondern ein strukturiertes Dokument im Aufbau des Europass-Lebenslaufs.
Erfahrung mit Branche
Jede Station trägt Arbeitgeber, Zeitraum, Ort sowie Tätigkeitsbereich oder Branche, wie es die Europass-Struktur vorsieht.
Ausbildung mit EQR-Niveau
Abschlüsse werden im Europäischen Qualifikationsrahmen eingeordnet, 1 bis 8: auch länderübergreifend vergleichbar.
Sprachen im GER-Raster
Kein einzelnes Gesamtniveau, das nicht konform wäre: Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängendes Sprechen und Schreiben getrennt bewertet.
Führerscheine und Nachweise
Führerscheinklassen und Zertifikate als strukturiertes Feld erfasst, nicht in einem Absatz vergraben.
Ein Score, über den man streiten kann
Der Match-Score ist keine undurchsichtige Zahl: er ist die gewichtete Summe von vier Komponenten, und der Recruiter sieht den Beitrag jeder einzelnen.
Domäne: 30%
Wie sehr das Profil zur Branche und zu den Themen der Kampagne gehört.
Seniorität: 25%
Ob das Erfahrungsniveau in die für die Stelle gesetzte Spanne fällt.
Kompetenzen: 25%
Wie viele der geforderten Kompetenzen im Profil tatsächlich vorhanden sind.
Vollständigkeit des Profils: 20%
Wie gut das Profil belegt ist: ein passender, aber nur halb erzählter Bewerber wiegt weniger als ein vollständiger.
Das Ergebnis kommt zusätzlich als Stufe A bis D und als Fünf-Punkte-Skala, um die Liste auf einen Blick zu sortieren. Die Entscheidung bleibt aber bei der auswählenden Person: der Score erklärt, er entscheidet nicht.
Vierzehn Sprachen, und zwar die, auf die es ankommt
Keine Flaggenreihe: das sind die Sprachen, in denen eine Kampagne den Bewerber ansprechen und der Bewerber antworten kann.
Die Spracherkennung läuft automatisch: der Bewerber wählt sie nicht aus einem Menü.
Derselbe Mechanismus für Ihr vorhandenes Archiv
Eine Lebenslauf-Datenbank altert schnell. Derselbe Assistent kann bereits erfasste Bewerber erneut ansprechen und sie erzählen lassen, wo sie heute stehen: das Profil kommt aktuell und abgebildet zurück, ohne eine Stunde Dateneingabe.
So funktioniert die Datenbank-AktualisierungHäufige Fragen
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